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Online-Marketing mit Google

2019 habe ich an einer Weiterbildung zum Thema Google-SEO-Optimierung teilgenommen und einen Blogbeitrag veröffentlicht in dem ich die Frage gestellt habe: wie wichtig ist Google für die Bildungsarbeit. Die Antwort damals: unerlässlich. 

Hier eine Selbstversuch und ein Gespräch mit Beate Schmidtgen. 

Heute stelle ich mir die Frage: hat sich seit damals etwas geändert? Wie wichtig ist Google heute für die Erwachsenenbildung? Meine Antwort: Nein - es hat sich nichts geändert. Es ist immer noch die Suchmaschine im Netz und man kommt an Google nicht ernsthaft vorbei. 

 

Was heißt das nun für uns als Bildungseinrichtung? Müssen wir nun SEO-Programmierung lernen? Wer genug Zeit hat, gerne. Denn: Nach Rücksprache mit Kollegen und Kolleginnen weiß ich nun, dass diese „Suchmaschinenoptimierte Verschlagwortung“ der Seiten extrem aufwendig ist. 

 

Doch was ist nun konkret: Marketing mit Hilfe von Google? 

Das umfasst ganz viele kleine Bereiche. Wenn man seine eigene Homepage einmal googlet, kann man sehr gut selbst herausfinden, wie gut der Online-Aufritt ist und wie ansprechend er sein kann.

 

  • Suchergebnis: Was passiert, wenn ich mich selbst suche, werde ich als erstes angezeigt? Wenn die Antwort „Ja“ ist, ist meine Homepage gut programmiert. Wenn die Antwort „Nein“ ist, sollte man an dem Domain-Namen feilen, bis er hier angezeigt wird. Zumindest sollte auf der Hauptseite irgendwo ein eindeutiger Name im Fließtext programmiert worden sein, so dass die Suchalgorithmen von Google diese finden und auflisten können.
  • Informationen: Werden unter der Hauptseite meine Veranstaltungen, mein Kontakt, etc. angezeigt? Wenn „Ja“ ist es gut. Wenn die Antwort „Nein“ ist, sollte man auch hier noch einmal einem Webseiten-Programmierer oder Programmiererin einen entsprechenden Auftrag zur Suchmaschinen-Optimierung geben, denn die meisten, die eine Bildungswebsite betreiben, werden das nicht selber lösen können.
  • „Steckbrief“: Rechts neben den Suchergebnissen werden in der Regel eine Art Steckbrief des gesuchten Unternehmens dargestellt, mit Name, Bildern, Öffnungszeiten, Rezensionen. Hier ist es wichtig, dass man Einfluß auf die Daten nimmt, in dem man sich als erstes ein Google-Konto anlegt und dann die Daten pflegt. Das heißt: Öffnungszeiten hinterlegen, schöne Bilder einpflegen, eine Beschreibung ergänzen, etc. Das sorgt für ein gutes Auftreten und ist mit wenigen Klicks erledigt, aber in der Wirkung unbezahlbar.
  • Likes und Dislikes: Bei der EAEW ist es für jede Veranstaltung wichtig, einen Fragebogen auszufüllen und eine Statistik zu pflegen. Frage an der Stelle: Warum machen wir das nicht auch über soziale Kanäle? Denn diese werden von Google ausgelesenen und hier dargestellt. Das heißt: je mehr positive Rezessionen wir erhalten, desto besser ist auf Google unser Auftreten. Denn wenn man sich mal an die eigene Nase fasst: lesen wir nicht auch gerne Rezessionen über Produkte oder Firmen, um uns vorher ein Bild zu machen, bevor wir etwas kaufen oder buchen? Und hier ist es wichtig: keine Angst vor schlechten Rezensionen, denn diese sorgen dafür, dass wir Aufmerksamkeit bekommen. Wichtig ist nur, ob sie auf die Rezensionen reagieren. Wenn wir auf die negativen Beurteilungen eine professionelle Antwort finden und diese veröffentlichen, hat das einen sehr hohen, positiven Effekt.

 

Nun habe ich hier einmal kurz dargestellt, warum eine Online-Marketing-Maßnahme wichtig ist. Doch klingt das ganze sehr theoretisch. Darum habe ich für diesen Beitrag einen „Screencast“ vorbereitet. Dieser ist hier zu finden: 

 

Was gibt es sonst noch zu wissen? 

Mehr dazu, wie ich mein Ranking bei Google steigere, gibt es in einem interessanten Videoblogbeitrag von Rainer Wälde, den ich sehr empfehlen kann. Hier der Beitrag als Verlinkung zu YouTube:

 

Schulungsangebote zum Thema SEO bietet immer wieder das Evangelische Medienhaus an und die Kolleginnen und Kollegen der Evangelischen Erwachsenenbildung in Bayern. Diese haben wir in unseren Veranstaltungen verlinkt

Doch wie sieht es mit bezahlter Google-Werbung aus? Die so genannten „Google-Ads“? Hier gibt es definitiv zwei Meinungen, darum habe ich meine Kollegin Beate Schmidtgen dazu gefragt, wie sie dazu steht. 

 

Oliver: "Ich habe mich jetzt einmal mit dem Thema Google Ads auseinandergesetzt und bin begeistert. Ich zahle pro Klick ein paar Cent und kann zielgruppengenau Werbung schalten. Für wenige 100€ erziele ich sofort spürbar mehr Klicks." 

Beate: "Das mag sein. Allerdings verkaufst Du mit diesen Klicks auch Daten deiner Kunden und Kundinnen. Das finde ich im Blick auf den Datenschutz sehr bedenklich!"

Oliver: "Du meinst, weil meine Besucher und Besucherinnen von Google ausspioniert werden? Aber geben sie nicht freiwillig ihre Daten her, in dem sie Google nutzen? Sind wir nicht schon eine Stufe weiter? Ich kann mich an die Diskussion erinnern, als es Google so noch gar nicht gab. Damals gab es die Angst vor dem ›Gläsernen Menschen‹". 

 Beate: "Die Angst vor dem ›Gläsernen Menschen‹ ist schon längst Realität geworden. Wir haben kaum noch wirklich Möglichkeiten zu beeinflussen, was mit unseren Daten passiert und wer sie wann wie und wo ausliest. Darum sehe ich es als Aufgabe der Kirche, darauf zu achten, dass wir diese ausbeuterischen Marktanalyse-Systeme nicht auch noch unterstützen."  

Oliver: "Aber ist es nicht so, dass wir, wenn wir dieses Spiel nicht mitspielen, auf lange Sicht nicht mehr gesehen werden? Andere, die nicht so viel Skrupel haben, werden uns als Bildungseinrichtung „unsichtbar machen“. Denn die werden diese Analysen verwenden und in Google gefunden werden, während wir als kirchliche Erwachsenenbildung eine kleine Nische werden."  

Beate: "Wir müssen qualitativ gute Erwachsenenbildung machen und diese kreativ anbieten. Das wird uns langfristig mehr helfen. Nicht Geld in eine Suchmaschine investieren, die Daten unserer Teilnehmenden ausliest und verkauft." 

 Oliver: "Nun ist es ja so, dass Google mit ›Google Ads Grands‹ eine initiative gestartet hat, um uns als NGO zu unterstützen, sichtbar zu werden, um eben nicht in die Schwierigkeit zu kommen, uns mit kommerziellen Anbietern zu messen." 

Beate: "Google ist kein Sozialunternehmen. Es wird seiner sozialen Verantwortung gerecht, in dem sie solche Angebote macht, mehr nicht. Es bleibt dabei, dass Google unter DSGVO-Gesichtspunkten ein heikles Thema bleibt." 

 Oliver: "Ich denke, das, was Du sagst, spiegelt ganz gut wieder, in welchem Dilemma wir stecken. Einerseits ist es für uns wichtig mit Google-Ads Werbung für uns machen zu können. Ich denke da an groß angelegte Werbung seitens der Landesstelle für die vielen kleinen Bildungsanbieter vor Ort. Andererseits ist es tatsächlich so, dass Google davon lebt, Daten zu sammeln und wir uns entscheiden müssen, ob wir dabei mitmachen wollen oder nicht." 

An dieser Stelle möchte ich auf eine Veranstaltung hinweisen, die wir im Programm haben und ganz gut zu diesem Thema passt. 



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Verfasst von:
Oliver Streppel
Oliver Streppel

Was bewegt mich dazu als Autor in diesem Blog etwas zu veröffentlichen? Mich treibt eine Frage immerzu an: Wie mache ich Bildung interessanter. Als studierter Medienpädagoge, gelernter Film- und Mediendesigner, zertifizierter Blended-Learning-Designer, Autor, Bildungsreferent bei der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung, als Vater von Vier Kindern und Hörspielfan habe ich ein breites Spektrum an Interessen und Hintergrundwissen, das ich immer wieder gerne dafür einsetze dieser Frage nachzugehen. Falls Du über eine Frage stolperst, die wir gerne gemeinsam auf den Grund gehen wollen, dann nur gerne her damit.



| Oliver Streppel | Tipps

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